Mitteilung Nr. 5 an die Angehörigen von Heimbewohnern*innen des Martinsheims in Mals

 

Sehr geehrte Damen und Herren, 

 

wieder ist eine lange Woche vorbei. Weitere Wochen, in denen Besuche nicht erlaubt sein werden, stehen uns noch bevor. Wir wissen, es ist für Sie und für Ihre Lieben im Martinsheim keine leichte Situation. Aber wir versuchen alles, um die Kontaktsperre so erträglich wie möglich zu gestalten. 

 

Die Möglichkeit der Videotelefonie wird rege genutzt. Auch die Aktion des Jugenddienstes Mals mit den sehr persönlich gehaltenen Video-Botschaften ist eine schöne Geste und trägt dazu bei, diese physische Trennung zu überwinden. Zudem sind wir dabei nach Lösungen zu suchen, die es ermöglichen, im geschützten Rahmen einen visuellen/auditiven Kontakt zwischen Heimbewohner*in und Angehörigen zu ermöglichen (Kontaktfenster oder ähnliches). Wir hoffen, Ihnen in der nächsten Mitteilung genaueres darüber berichten zu können. 

 

In den vergangenen Tagen haben sich in den lokalen Medien Berichte über die angeblich prekären Situationen in den Südtiroler Seniorenwohnheimen verdichtet. Dabei wird hauptsächlich das Krisenmanagement in den Heimen kritisiert, das Heimbewohner*innen und Mitarbeiter*innen nicht ausreichend schützt. 

 

Uns ist es ein Anliegen, die Situation im Martinsheim darzulegen so wie sie ist. Wir stehen im Krisenstab für eine offene und transparente Kommunikation, besonders mit Ihnen als Angehörige. Wir versuchen über dieses Medium im wöchentlichen Rhythmus Informationen über die Lage im Martinsheim an Sie weiterzuleiten und werden das auch in Zukunft so halten. 

 

Der Krisenstab bewertet von Tag zu Tag die Lage, definiert die notwendigen Maßnahmen in enger Abstimmung mit dem ärztlichen Leiter, Herrn Dr. Christian Hofer, und in Beachtung der übergeordneten Dienstanweisungen und setzt diese um. Das verbindliche Ziel unseres 

Krisenmanagements ist das Risiko einer möglichen Einschleppung des Corona-Virus ins Martinsheim so gering wie möglich zu halten. Bis heute ist es uns gelungen, das Virus „draußen“ zu halten. Aktuell (Stand heute) haben wir keinen positiven Covid-Fall im Hause, weder bei den Heimbewohner*innen noch beim Personal. Leider können wir keine Garantie dafür abgeben, dass es uns auch in Zukunft zu 100 % gelingen wird. Wir können Ihnen aber versichern, dass wir auf einen solchen Fall gut vorbereitet sind. 

 

Essentielle Bausteine unseres hausinternen Krisenmanagements sind, neben den strengen Hygienerichtlinien zur Infektionsvorbeugung,  die Einrichtung einer Isolierstation (derzeit ausgelegt für acht Covid-Patienten) und die Bereitstellung von Isolierzimmern (für die Beobachtung von Verdachtsfällen, für Heimbewohnern*innen, die nach einem Krankenhausaufenthalt wieder zurück ins Heim kommen und für künftige Neuaufnahmen). Die Anzahl dieser Zimmer, die aus betreuerischen und organisatorischen Überlegungen ausschließlich im Obergeschoss eingerichtet sind, schwankt je nach Bedarf. Als Folge dieser Maßnahmen sind Verlegungen von Heimbewohner*innen aus ihren angestammten Zimmern immer wieder notwendig. Wir gehen dabei mit besonderem Bedacht vor. Aber es lässt sich nicht vermeiden, dass es unter Umständen auch zu Verlegungen von einem Wohn-/Pflegebereich in einen anderen kommen kann (bspw. vom Dachgeschoss ins Obergeschoss oder umgekehrt). 

 

Über jede Verlegung informiert die Pflegedienstleitung vorher die direkt betroffenen Angehörigen.  

 

Wir werben um Ihr Verständnis für diese Maßnahmen. Sie sind von außerordentlicher Natur und zeitlich beschränkt, aber unerlässlich für den Erfolg unseres Krisenmanagements. 

 

Freundlichst 

Der Präsident

Konrad Raffeiner

 

Die Direktorin

Dr. Roswitha Rinner 

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Kommentare: 1
  • #1

    Messner Peter (Dienstag, 21 April 2020 21:27)

    Ich möchte an dieser Stelle ein Lob an das gesamte Heimpersonal aussprechen und "Hut ab" vor der Pflegedienstleitung und dem Kriesenstab! Ich wünsche, dass das Martinsheim auch in Zukunft frei von Covid-19 bleibt, und sich die Heimbewohner und das Personal wohlfühlen!

 

 

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